Entdeckungen im christlichen Musikmarkt

Das ist hochinteressant, dass es tatsächlich wirkliches Interesse für christliche Dancemusik gibt, auch wenn das lange hinterm Berg gehalten wurde, scheint es doch dieses Jahr einen neuen Höchststand dafür zu geben. Während godsdjs.com nach eigenen Angaben 2100 Mitglieder hat, ist in Deutschland nicht soviel los. Deswegen ist es umso interessanter, dass der Mainworship Distributor SCM / Hänssler, die im Worshipbereich mit der „Feiert Jesus!“ Serie fast den kompletten Markt in der Hand haben, dieses Jahr ebenfalls eine CD in der elektronischen Richtung herausbringen will: „Feiert Jesus! Energy“ (Die haben ja offensichtlich unter der Produktion von Dennis Thielmann eine eigene Abteilung für elektronische Musik). Da auch noch keine Hörproben oder Promotracks verfügbar waren habe ich ersteinmal zu der „Feiert Jesus! Lounge Musik“ gegriffen, die auch schön entspannter Electrosound ist und durch die gängigen Texte der ganzen Serie gar nicht so sehr aus dem Rahmen fallen und zum dahindudeln nebenbei nicht so unhörbar sind wie manche „normale“ Worshipsongs.

Ganz anders sieht das in der Schweiz aus, aus dem Hause profimusic kommen neuerdings Interpreten hervor die Electro-House machen und damit auch versuchen auf dem sakulären Musikmarkt erfolgreich zu werden. So auch DJ Marc P der schon ein weilchen auf Myspace von sich reden machte, allerdings noch nie etwas zu hören war. Seine erste Single steht jetzt im Downloadshopregal, das Management versicherte mir allerdings, dass die Tracks auf dem kommenden Album eine klarere Message haben.

So richtig auffällig ist aber ein Release aus dem Hause Cubit Recordings, das zwar irgendwie schon am 24. August 2009 rauskam aber doch recht verschärf daher kommt. Hillsong London – C.i.t.y. In den Remixen haben sie schönen Elektrohouse und Urban Rap verbraten und zu allem Überfluss hab ich noch einen recht seltenen Remix auf einem Sampler gefunden der sich Richard Adlam Dub Remix nennt und gut abgeht. Überraschend ist das aber aus London irgendwie auch nicht. Der Dirty Dozen Remix mit seinen Oldschool Parts ist relativ heftig. Von solchen Veröffentlichungen kriegt man in Deutschland echt wenig mit, ich hab auch schon Lifehouse „Halfway Gone“ Dance-Remixe gefunden, die ja bei Universal letztes Jahr echt mal Topthema waren.

Übrigens, für die Theologen: Ich sage nicht mehr , dass ich christliche Dancemusik in Gemeinden zur Anbetung einsetzten will, das habe ich anfangs versucht aber jetzt habe ich meine Meinung etwas geändert. Also Tanzmusik muss es zu Jesus Zeiten auf jedenfall gegeben haben, denn die Bibel spricht in Lukas 15 darüber, dass der ältere Sohn Musik und Tanz hörte, als er sich dem Haus nährte als sein Bruder als lebend befunden wurde, als er wieder zum Vater zurück kam. Und auf einem Tamburin kann ich allemal Techno machen. Jesus macht auch die Pharisäer sehr stark fertig, weil sie nicht tun was Gott von Ihnen will und bezeichnet Sie als Kinder, die nicht Tanzen wenn man Ihnen Lieder gepfiffen hat oder die nicht geweint haben wenn man Klagelieder gesungen hat. (Lukas 7, 32). Weil Anbetung ist wirklich etwas mehr als das bisschen Dance (dazu eine Predigt von Paul Washer).

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